Das war Mega

Hallo liebe Lesenden,

nach vielen Monden melde ich mich auch mal wieder zu Wort. Viel Zeit und viel Lust hatte ich auch nicht etwas zu schreiben. Aber das soll sich jetzt wieder ändern. Habe ja jetzt wieder mehr Zeit für so etwas 🙂

Die Planung des Events ging schon etwas länger, aber für mich wurde es ab dem 16.07.2013 richtig ernst als ich die ersten Domains orderte. Von da an ging es mit dem Event aufwärts und mit meiner Freizeit abwärts. Vieles musste getan werden. Vereinswebseite erstellen, Eventwebseite mit Shopsystem erstellen und ein Forum generieren. Jeder hat seine eigene Emailadresse bekommen. Auch die Listings für 4 Events und 11 Caches mussten eingestellt werden. Gott sei dank nur einstellen, das Erstellen selbst wurde mir Gott sei Dank abgenommen.
Hotellisten erstellen, Fotocontest entwickeln, 12 Platzhaltercaches, Gutscheinsystem für eine Partnerschaft mit einem Sponsor basteln, Friend´s Events, mobile Webseiten, laminierte Infozättel mit Barcode und NFC´s und vieles mehr…

… und dann wurde es erst schwierig 😀

Ein von mir entwickeltes Checkin-System mit Ticketgenerierung auf Barcode basierend wurde aus dem Boden gestampft. Dafür hab ich mal eben 7 Barcode-Scanner angeschafft, 4 Laser und 3 LED-Geräte. Anschließend war mein saarländisches Geschick gefragt: „Mitnehmen bevor es jemand klaut“ 🙂 Also hab ich mir insgesamt 7 Laptops besorgt, wobei, um alle Nerdgerüchte gegen mich zu bestätigen, 4 davon meine eigenen waren. Ein bisschen was an Redundanz für das Orga-Büro gebastelt und hunderte Stunden Support für Geocacher mit Mystisymbol über dem Kopf geleistet. Konto mit Shop abgleichen, tausende Support-Telefon-Aufkleber verstreuen, Kilometerweise Netzwerkkabel besorgen, bis auf den Wasserkocher zuhause alles abbauen und schon konnte ich rund 11 Monate später in die Commerzbank Arena einziehen. Von da an ging es mit der Gesundheit Berg ab 😀

Donnerstag


Donnerstags zog ich ein und baute die ersten Systeme im Pressekonferenzraum auf. Das Büro wurde verkabelt mit einem großen Netzwerkhub, Labeldrucker, großem Tintenstrahldrucker, mehreren Laptops und Monitoren. In einer Ecke standen 12 PMR Geräte in Ladeschalen rum. Dort sah es aus als wenn wir einen Krieg anzetteln wollen. Der Tag war halt einfach sehr kurz, leider die Nacht auch. Das einzig coole war das Parken in der Tiefgarage, einmal Vorstandsparkplatz der Eintracht Frankfurt für das Kenneichen mit dem GC drin 🙂

Freitag


Dann kamen die Gäste…

Der Freitag, quasi als Warm-up war super toll. Bis auf einzelne „Hilfe, ich habe meine Eintrittskarte nicht ausgedruckt“ war alles ruhig und mein System lief. Ein Support-Handy, ein PMR immer am Mann und ein eigenes Telefon im Büro hielten mich aber auf Trapp.
Auch war die Helferanmeldung bei uns im Büro. Uns? Ja, denn meine Freundin Rebecca und ein Freund von der Arbeit unterstützten mich wo immer es nur ging.
Erst Soundcheck direkt vor der Bürotür => Herzrasen. Dann rockte „Dangerous Comfort“ das Welcome Center, eine normale Kommunikation war nur bei geschlossener Tür in diesem fensterlosen, schlecht bis garnicht klimatisierten Raum möglich. Aber die Stimmung war gut, das ist ja auch die Hauptsache.

Achja, die „Böhsen Onkelz“ wurden ja auch übertragen in der CoBa. Garnicht mitbekommen 😀

 

Samstag


Samstag früh (6 Uhr) habe ich dann zwei Kassenhäuschen ebenfalls mit dem Checkin-System ausgestattet. Da es eine kurzfristige Änderung am Plan gab musste mein Script auch noch umgeschrieben werden. Aber was tut man nicht alles 😉

Aber dann wurde es ernst. Die ersten Gäste strömten aus allen Richtungen in die Arena. Viel zu tun hatte ich durch „Ticket vergessen“, „Email verlegt“, „Ticket?“. „Email?“, „Geocaching?“. Aber das Helferteam hat souverän gearbeitet und mit schnellen und kleinen Anfragen war alles ruck zuck erledigt. Zwischenzeitlich habe ich mal was getrunken! Warum ich das extra erwähne? Denn Essen und Trinken blieb wirklich auf der Strecke. Wie man das einfach vergisst wenn man viel Arbeit hat ist echt erschreckend.
Aber es ist soweit alles gut gelaufen, zumindest bei mir und meinen Stationen. Irgendwann war ich mal draußen und habe die Spielelisten eingesammelt die Marcel dann in stundenlanger Kleinstarbeit in die passende XLS eingetipp hat. Doofe Arbeit, aber mit der richtigen Musik auf den Ohren hat er es wohl überstanden 😀
Wärend der Abschlussveranstaltung auf der Bühne mit Siegerehrung und allem drum und dran habe ich dann schon angefangen die ersten Kilometer Kabel einzurollen. Die Abbau-Helferlein haben meine Stationen abgebaut und alle brav geholfen einladen. Mit Hilfe der anderen Orga Mitglieder war das Büro in Rekordzeit evakuiert. Frisch machen und dann ab zum Public Viewing. Und dann endlich heim ins eigene Bettchen…
Aber was wäre eine Mega-Event wenn man dabei schlafen könnte…

Sonntag


Vier oder fünf Stunden Schlaf waren zwischen Samstag und Sonntag, aber das war OK, denn auf das Sonntags-Event freute ich mich besonders. Unser besonderer Gast aus Seattle ist in seinem bisherigen Leben nämlich genauso oft mit dem Ebbelwoi-Express gefahren wie ich, nämlich garnicht 😀

Also nachholen!
Zwei von drei Runden bin ich mitgefahren und habe Getränke und Kleinkram verkauft. Ach war das eine Stimmung und ein Spaß, so hätte ich den ganzen Tag verbringen können. Aber das ging natürlich nicht… denn Event Nummer 2 stand schon in den Startlöchern.
Die Burg Eppstein und der Ort wollten besichtigt werden. Da war der Lackey aus dem Geocaching Headquarter ebenfalls zugange und wollte bespaßt werden. Anschließend mit der ganzen Orga noch ins Restaurant und dann tooooooot müde nach Hause ins Bett.


Das war das Wochenende!


Es war super toll, eine wahnsinnige Erfahrung, eine tolle Organisation von seiten der anderen und ganz tolle Gäste aus aller Welt. Ich werde den „Big Äppel“ vermissen. Denn was soll ich mit so viel Freizeit jetzt nur anfangen 😉 Dosen suchen, mal sehen ob ich noch weiß wie das geht. Aber da kommt ja wieder die Nachbearbeitung dazwischen 😀 Sprich, Workshops online stellen, irgendwas um die 25 GB Fotos vom Fotografen-Team verarbeiten, Shop Nachbearbeitung sowie Restbestand wieder zum Verkauf anbieten. Und alles was sonst noch so anfällt woran ich z.Zt. nicht denken mag 😀

Hervorheben möchte ich die Helfer die tatsächlich ihren Dienst angetreten haben:
DANKE! Ihr wart spitze… ALLE!

Orga: Danke für alles, danke fürs Anschreien und Ankotzen, fürs lieb haben und gemeinsame weinen, danke fürs feiern und fürs „Freunde“ sein. Danke für die tolle Zeit! DANKE!

Schlusswort in Zahlen:
Zum aktuellen Zeitpunkt umfasst das ganze Event 1,8 GB an Emails und 6,4 GB Speicherplatz auf dem Server. Dieser hat in der Zeit 145 GB Traffic erzeugt. Der gc.com Account hat etwa 26.000 Emails empfangen.

Und für alle die noch ein bisschen mehr sehen wollen, hier ist mein Fotoalbum 🙂

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