Sicherheit am Arbeitsplatz

Diesen Text musste ich aufsetzen als Strafarbeit. Diese gab mir mein Chef auf weil ich eine Sicherheitsunterweisung in meinem Betrieb versäumte… Besser als eine Abmahnung 🙂

  Text

An einem Arbeitsplatz kann allerhand passieren. Besonders an einem, an dem man mit vielen Maschinen zu tun hat. Dies klingt jetzt nach einem Job am Bau oder in einer Fabrik. Das auch viele gefährliche Situationen in einem Hotel lauern können, möchte ich jetzt einmal erzählen!

Ich arbeite in der Produktion in einem Hotel, da steht Sicherheit und Hygiene an erster Stelle. An einem normalen Arbeitstag in der Küche kann so viel passieren. Es ist eigentlich ganz einfach, wer arbeitet muss aufpassen was er tut und mitdenken. Ein Beispiel dabei ist, das ich eine Kiste Wasser aus dem Keller herauf holen soll. Erstmal die Kiste anheben, mein Kreuz bleibt dabei gerade, so das ich die schwere Kiste nicht aus dem Kreuz, sondern aus den Beinen stemme, doch dies ist nur der erste schritt. Mögliche Stolperfallen sollten natürlich auch nicht herumliegen. Solche Hindernisse sollten erst gar nicht zustande kommen und daher direkt ordentlich verräumt werden.

Wenn ich die Kiste die Treppe hinauf getragen habe, ist das nicht ein Zeichen von Glück, sondern eher von richtigen Sicherheitsschuhen. Diese sind Pflicht und sollten rutschfest sein. Denn was passieren würde, wenn ich mit der Kiste falle, brauch ich wohl nicht zu erläutern.

Wenn ich dann im laufe des Abends putze oder wasche, ist es wichtig das das Wasser das auf den Boden kommt, schnell weggewischt wird. Dieses Wasser wirkt auf dem Boden wie Glatteis.

Aber das klingt alles noch etwas schwach! Eine Arbeitskollegin hat sich auf einer Treppe verletzt, diese war zwar nicht nass, aber es waren die falschen Schuhe für diese Treppe. Dies ist nur eine von vielen Gefahrenquellen, die wir durch richtiges Verhalten kontrollieren können. Eine die schwieriger zu beherrschen ist, ist die Infektionsgefahr. Durch die Medien ist uns allen bekannt was alles passieren kann. Die so genannte Vogelgrippe, Schweinepest, Rinderwahn, das ist alles sehr gefährlich. Aber was ist mit normalen Bakterien die jeder von uns an sich trägt. Diese sind auch gefährlich. Was alles gesundheitlich passieren kann, wenn sich ein Gast an meinen Viren oder Bakterien infiziert, ist gemessen an dem was meinem Betrieb und meinen Arbeitskollegen und vor allem mir selbst blüht, relativ gering. Durch die Gesundheitsbehörde kann der Betrieb geschlossen werden.

Es gibt tausende Möglichkeiten aufzuzählen was alles passieren kann in einem Betrieb wie dem in dem ich arbeite. Köche die sich in den Finger schneiden gibt es täglich. Aber Köche die sich in die Finger schneiden, weil sie sie zu tief in das Malwerk eines Fleischwolfs, oder in die Kaffeemaschine stecken, das ist nicht so alltäglich. Deswegen sind an solchen Maschinen Sicherheitsmaßnahmen getroffen worden. Diese sollte man nicht einfach umgehen, nur weil die Arbeit dadurch leichter fällt, oder mehr Spaß macht.

Können Sie sich vorstellen das es Leute gibt die Notausschalter von Maschinen überbrücken? Können Sie sich vorstellen das es Leute gibt die Metall in die Steckdosen stecken?

Können Sie sich vorstellen das es Leute gibt die andere in eine Gefahr laufen lassen ohne sie zu warnen…?

…können Sie sich vorstellen wie es ist invalide oder Tot zu sein?

Diesen Spruch hörte ich öfters in Werbespots. Aber haben Sie sich das schon mal wirklich vorgestellt? Sie verursachen eine Gefahrensituation in ihrem Betrieb. Ein Mitarbeiter verletzt sich oder stirbt. Wie könnten Sie damit leben. Wir können die Verwandten damit leben?

Es ist einfach Fakt: Sicherheit am Arbeitsplatz ist oberstes Gebot!!!

Ein tolles Beispiel das mir noch einfällt, ist das nachfüllen von Spülmittel in die Gläserspülmaschine. Wie oft ertappe ich mich dabei das ich den Intensivreiniger einfach so einfülle und den Trichter danach mit bloßen Händen heraushole und abspüle. Dabei weiß ich ganz genau das ein Symbol auf dem Behälter ist, das mir sagt: „Diese Flüssigkeit ist Ätzend“.

Ich bin wie, wie die meisten Wissen, mit Leib und Seele Feuerwehrmann, da gibt es eine ganz besondere Regel in der UVV (Unfallverhütungsvorschrift):

Persönliche Schutzausrüstung: Zum Schutz vor Gefahren des Feuerwehrdienstes sind bei der Ausbildung, den Übungen und dem Einsatz, persönliche Schutzausrüstung je nach Lage der Situation zu tragen (§ 12 UVV – Feuerwehr, § FwVO). Bei besonderen Gefahren ist zusätzliche oder weitergehende Ausrüstung erforderlich.

Eine weitere Vorschrift sagt:

Für den Feuerwehrdienst dürfen nur körperlich und fachlich geeignete Feuerwehrangehörige eingesetzt werden (§ 14 UVV – Feuerwehr). Mit viel Phantasie ist diese doch auf unseren Beruf übertragbar. Wer sich nicht richtig der Situation entsprechend kleidet, oder wer einfach ungeeignet ist um, z.B. an einem Kutter, zu arbeiten, hat dort nicht verloren.

Wer kennt nicht den Spruch: „Vor dem öffnen des Gerätes, Netzstecker ziehen“. Ich kenne Personen die dies nicht taten, die bereuen es heute.

  Moral

Wer Sicherheitsanweisungen bekommt sollte sie zu seinem eigenen Wohl beachten. Zu jeder Sicherheitsanweisung gibt es irgendwo ein Opfer, sonst würde es diese Anweisung nicht geben…
Lassen Sie sich das mal durch den Kopf gehen!

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